Die Goitzsche

Früher ein Auenwald, dann ein Braunkohletagebau und nach der Bergbausanierung mit anschließender Flutung mit 60 Quadratkilometern das größte Landschaftskunstprojekt der Welt.

Vor knapp 100 Jahren begann im Tagebau "Goitzsche" bei Bitterfeld der Abbau von Braunkohle. Hier wurden 850 Millionen Kubikmeter Erde bewegt, 6 Dörfer dem Erdboden gleichgemacht, ein Fluss umgeleitet, um dann letztlich 315 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern.

1992 begann die Sanierung. Bergleute, Künstler, Landschaftsarchitekten, Politiker und Bürger hatten die gemeinsame Vision, den Menschen und der Natur zurückzugeben, was mit Gewalt entrissen wurde - ohne die Identität einer Bergbauregion zu negieren.

Diese Neugestaltung sollte eine wirkliche Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schaffen.

Zwischen 1996 bis Ende 1997 wurden die Grundlagen der Kulturlandschaften Goitzsche in Vorbereitung der EXPO 2000 geschaffen. So entstanden im Laufe der Jahre die "Agora mit den Kunstobjekten" auf der Halbinsel Pouch, der Pegelturm mit Seebrücke an der Bitterfelder Wasserfront und die Wächter der Goitzsche bei Holzweißig. Der Aussichtspunkt "Bitterfelder Bogen" konnte 2006 verwirklicht werden.

Doch noch mehr tut sich am Ufer des Goitzschesees. Seit 2005 ist der Uferbereich vom Fritz-Heinrich-Stadion bis zum Pegelturm fertiggestellt worden. Eine weitläufige mediterran anmutende Uferzone mit Badestränden, dem Hafenbecken und der wunderschönen restaurierten "Villa am Bernsteinsee" gehört nun zum Freizeitleben der Bitterfelder und ihrer Gäste.

Seit September 2006 kann der Goitzschesee nun mit einem Fahrgastschiff erkundet werden.

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Großer Goitzschesee Übersichtskarte